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Christine Brendle
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Christine Brendle am 20.06.2011
Seit dem 28.02.2003 waren |
Rezensionen - Das Geheimnis der Partisanen-Tora Mai 2010
Seit der Stolpersteinverlegung für Gerhard Loewe (Kreuznacher Straße 6)
dürfte Dankwart Paul Zeller vielen noch in guter Erinnerung sein. Nun hat
er ein neues Buch geschrieben: „Das Geheimnis der Partisanen-Tora“. Diese
„theologische Kriminalgeschichte“ setzt mit dem Bau der Santa Maria della
Salute in Venedig ein. Gut 300 Jahre später steht Theophil Böttcher
bewundernd vor diesem Gotteshaus. In russischer Gefangenschaft hat er sich
von diesem Kleinod erzählen lassen. Inzwischen studiert er Theologie und
nutzt seine Semesterferien, um die Lagunenstadt kennen zu lernen. Begierig
durchstreift er Straßen und Plätze, erkundet Kirchen und Kanäle. Zufällig
entdeckt er den Campo del Ghetto nuovo, das ausgestorbene Judenviertel.
Warum, fragt er sich, hat er davon bisher nie gehört? Rainer Redies
Eine theologische Kriminalgeschichte. C. M. Brendle Verlag, Albstadt,
2008, 142 S. Widerstand und Versöhnung
Pfarrer i. R. Dankwart Paul Zeller aus Tübingen hat in seinem dritten
Roman wieder biographische Erlebnisse spannend verarbeitet. Er war nämlich
hauptsächlich beteiligt an der Aufsehen erregenden Aktion, in der deutsche
Christen mitgeholfen haben, dass in Russland erstmals seit dem Zweiten
Weltkrieg wieder eine Synagoge eingerichtet werden konnte. Dazu musste
unbedingt eine Tora-Rolle besorgt werden, für die Zeller Geld sammelte und
nach Petrosawodsk in Karelien brachte. Ist schon diese ungewöhnliche
Hilfsaktion ziemlich einmalig, so erstaunt umso mehr die Geschichte der
Tora-Rolle. Es stellte sich nämlich heraus, dass diese aus Venedig stammt,
dann im Krieg zu den Partisanen Jugoslawiens kam und schließlich in
England aufbewahrt wurde, wo sie zum Verkauf freigegeben wurde. Zeller
geht nun diesen Spuren nach und bietet in seinem Buch nicht nur spannende
Erzählungen der verschiedenen Akteure, sondern nebenbei eine versöhnliche
Botschaft, wie künftig das Verhältnis von Juden und Christen gestaltet
werden kann.
„Das Geheimnis der Partisanen-Tora. Eine theologische Kriminalgeschichte“ Dankwart-Paul Zeller, mit dem zusammen ich seit zwölf Jahren von Tübingen aus die partnerschaftlichen Beziehungen zur jüdischen Gemeinde Petrosawodsk pflege, hat sein drittes Buch veröffentlicht: nach „Galerie-Kneipe“ (die vierte Auflage erschien unter dem Titel: „Abschied von Hiob“) und „Kelterzeit“ nun also eine theologische Kriminalgeschichte, „Das Geheimnis der Partisanen-Tora“, mit einem Vorwort von Karl-Josef Kuschel. Zeller erzählt die fiktive Geschichte der Torarolle, die Tübinger Christen den Juden Kareliens schenkten,
und verbindet sie mit realen Menschen und Orten, die in seinem Leben
Bedeutung gewonnen haben. Die Handlung setzt nach der schwarzen Pest 1630
in Venedig ein, beim Bau der Dankes-Kirche Santa Maria della Salute. 319
Jahre später steht der Protagonist der Erzählung, der Kriegsheimkehrer und
Theologe Theophil Böttcher, vor dieser Kirche, er entdeckt aber auch das
Getto von Venedig und die Geschichte der Venezianer Juden. Als Pfarrer in
Tübingen engagiert er sich für die Städtepartnerschaft mit Petrosawodsk
und das Geschenk einer Torarolle. Auf dem Holzteller der Rolle entdeckt er
merkwürdige Schriftzeichen. Er forscht nach und kann schließlich das
Geheimnis der Tora lüften, die heute in der Synagoge von Petrosawodsk zur
wöchentlichen Lesung kommt. „Diese neu gegründete Synagoge (die erste in
ganz Russland seit dem Zweiten Weltkrieg) ist, vergleichbar mit der St.
Maria della Salute in Venedig, ein Dank für das Ende der braunen Pest und
das Wiedererstehen jüdischen Lebens in Karelien,“ resümiert Zeller sein
Werk. Das Buch ist im C. M. Brendle Verlag Albstadt erschienen.
Das Geheimnis
der Partisanen – Tora
Vorgestellt wird
dieses Buch von mir in Regenbogen II, da es mit vielen ungewöhnlichen
Begegnungen und einer Tora-Rolle zu tun hat. Eine Geschichte, deren
Verlauf spannend ist und wie der Verfasser des Vorworts, Karl-Josef
Kuschel, Professor an der Kathol.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen
abschließend sagt:
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